im-bild-iranisch-norwegischer-terrorist-42-der-zwei-bei-einem-islamistischen-angriff-totete-in-einer-schwulen-bar-in-oslo
Am 25. Juni 2022 verübte ein 42 jähriger norwegischer Staatsbürger iranischer Herkunft einen bewaffneten Angriff in der Innenstadt von Oslo, bei dem zwei Menschen getötet und mehr als 20 verletzt wurden. (Wikipedia) Der Hauptort des Geschehens war das bekannte queere Lokal London Pub sowie angrenzende Bars – nur Stunden bevor die Pride‑Parade beginnen sollte. (ABC) Die norwegischen Dienste stuften den Vorfall rasch als „islamistischen Terrorakt“ ein; laut PST (Polizeisicherheitsdienst Norwegen) war der Täter seit 2015 in deren Fokus. (The Guardian)
Der mutmaßliche Täter, Zaniar Matapour, war im Alter von 12 Jahren aus dem Iran nach Norwegen eingewandert. (Wikipédia) Er wurde nach dem Angriff festgenommen und wegen Mordes, versuchten Mordes und terroristischer Handlung angeklagt. (Reuters) Bei der Gerichtsverhandlung wurde festgestellt, dass er vor der Tat „islamistisch radikalisiert“ gewesen sei; zudem war eine psychische Erkrankung bekannt. (Le Monde.fr)
Der Anschlag erschütterte die norwegische Gesellschaft und führte zur Absage der Pride‑Parade in Oslo – tausende Menschen gingen dennoch spontan mit Regenbogenflaggen auf die Straße, um Solidarität mit der LGBTQ+‑Community zu zeigen. (Voice of America) Die Staats‑ und Regierungsführung betonte, es handele sich nicht um eine Tat gegen eine Religionsgruppe, sondern um einen Angriff auf Freiheit und Vielfalt. (Wikipedia)
Der Vorfall wirft mehrere Fragen auf: Wie gut funktioniert Frühwarnung bei Radikalisierung? Welche Rolle spielt psychische Gesundheit bei Terrorakten? Und wie kann die Sicherheit von Minderheiten in offenen Gesellschaften gewährleistet werden? Die norwegischen Behörden kündigten nach dem Angriff verstärkte Maßnahmen gegen islamistischen Extremismus und gegen Hass‑ und Queerfeindlichkeit an. (Le Monde.fr)